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Meine Forschungsarbeit. Glyptik

Author:silva_silva
Copyright:Prohibited republication
Corrector's skills: Fluent
Tags: Kunst Deutsch archäologie glyptik angewandte kunst
Language: German
Progress: processing: 0, ready corrections: 0, remains corrections: 2

Bitte, korrigieren Sie meinen Text! Herzlichen Dank im Voraus!

Die Siegelsammlung des Moskauer Museums der bildenden Künste.
1.1. Die Geschichte und Bildung der Sammlung.
In der Orient-Abteilung des Pushkin Museums der bildenden Künste in Moskau gibt es unter den anderen Bestände eine Sammlung Vorderasiatischer Glyptik, die 327 Roll- und Stempelsiegel zählte. Zurzeit sind nur 324 Objekten vorhanden (1). Die Grundlage (255 Stücke) dieser Kollektion war — zusammen mit anderen zahlreichen ägyptischen und vorderasiatischen Denkmälern — im Besitz des berühmten russischen Sammlers V. S. Golenischev gewesen (2). Diese ist in der letzte Drittel 19. Jahrhundert aufgebaut und in 1909 verkauft. Seit 1912 befindet sich die Kollektion im Pushkin Museum. Danach ist diese Sammlung im Laufe vorigen Jahrhundert durch Einkäufe des Museums und Geschenke von Privatpersonen ergänzt worden. Die Sammlung besteht aus vorderasiatischen Siegeln, die vom Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. — bis zur ersten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. datieren dürfen, seit Uruk-Zeit bis Sassanidendynastie.

Geographischer Raum des Siegelmaterials ist auch sehr breit, Siegel dürften aus Mesopotamien selbst und auch der Randregionen, wie Anatolien, Palästina, Syrien, Iran und Zypern stammen. Leider sind uns die Einkaufsorte umso mehr die Fundorte den Siegeln nicht bekannt, obwohl das Museum einen Kartei-Katalog der Kollektion (auf Französisch) und auch ein Inventarbuch, die Golenischev selbst führte, im Besitz hat.

Im Archivmaterial von Golenischev gibt es leider auch kaum Hinweise und Bemerkungen zu den Fund- oder Einkauforte der ganzen Sammlung. Man darf nur feststellen, dass Vladimir Golenischev hat seine zahlreiche Einkäufe in Ägypten, Syrien und wohl Paris durchgeführt.
Die Kollektion ist von besonderem Interesse für Forscher, weil sie bisher fast ganz unveröffentlicht und nie zusammenfassend bearbeitet worden ist. Nur einige Siegel (datierte meistens aus dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr.) der Sammlung sind von V. K. Afanasieva und einigen europäischen Forscher (hauptsächlich Deutsche) publiziert, aber meistens als Comparanda und Parallelen vorgelegt oder sogar ohne Zeichnungen erwähnt worden (3).

Solche Publikationen wurden durch den Privatdruck des Sammlungteiles von Dr. A. Schmidt (s. u.) ermöglicht.
Es liegt auf der Hand, dass diese sehr bedeutende Sammlung, welche eine der zwei großen in staatlichem Besitz befindlichen, nicht publizierten Sammlungen vorderasiatischer Glyptik ist, bearbeitet und veröffentlicht werden muss (4). Die zweite staatliche Sammlung, die 378 Siegel zählt und auch nur teilweise veröffentlicht ist, befindet sich in der Staatlichen Hermitage (5).

1.2. Publikationsgeschichte der Sammlung.
Erste Versuche die Siegel aus dem Pushkin-Museum zu publizieren sind in der zwanzigern Jahren des vorigen Jahrhunderts geschehen. Zur Zeit, als Vladimir Schileyko (6) ein Leiter der Altertumsabteilung war, kam ein gewisser Prof. Aage Schmidt (7) in Moskau an. Soviel es bekannt ist, A. Schmidt stammte aus Schweden (Kopenhagen), und war ein Schüler von bekannten deutschen Assyriologe Herrn Bruno Meißner. Er wollte eine Publikation der beiden Russischen Siegelsammlungen in Moskau und St. Petersburg zu initialisieren, wie es uns aus dem veröffentlichten privaten Briefwechsel Herrn Schileyko (8) bekannt ist. Das einzige Ergebnis seiner Arbeit ist ein sog. Photokatalog, der 169 Photos aus Moskau zeigt, 144 Zylinder- und 25 Stempelsiegel verschiedenen Zeiträume und Regionen des Vorderasiens ergibt (9).

Alle Siegel sind ohne Angabe dargestellt, die Nummerierung den Siegeln stimmt mit Museumsnummern nicht überein. Diesen kleinen Katalog hat vermutlich A. Schmidt nach Deutschland mitgenommen und da gelassen. Danach hat der Katalog ein eigenes „Leben“ gelebt, dafür spricht die Tatsache, dass ca. 40 Siegel unserer Sammlung seit den sechziger Jahren in Deutschen Fachliteratur erwähnt worden sind.



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